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Junge Talente am Klavier

Remszeitung Schw. Gmünd:

Von Bach bis Blues – es war wirklich ein bunter Blumenstrauß, den Klavierschüler aus der ganzen Region für die zahlreiche Zuhörerschaft darboten. Im Rahmen der „Hofkonzerte“ war bei Klavier Wagner in Eschach die Bühne neben bekannten Pianisten auch für einen Abend für Nachwuchstalente frei gemacht worden.

Schon im ersten Block mit den ab 8-jährigen gab es Aha-Erlebnisse für das Publikum. Begonnen von Sarah Wendeberg und Franziska Wamsler aus Gmünd, gefolgt von Leonard Gramm aus Böbingen mit Elias Opferkuch (Treppach), die mit erstaunlicher künstlerischer Reife konzertierten, waren mehrere 4-händige Vorträge vertreten. Auch Marlene Pschorr (Heubach) mit Heike Wamsler (Gmünd) und Uta und Sina Herzer aus Schw. Gmünd zeigten erstaunlich gutes Zusammenspiel in der vierhändigen Kunst.

Solo am Klavier konzertierten noch Sebastian Tobias auch Niclas Vester, Olli und Helen Klötzer aus Schwäbisch Gmünd sowie Rhea Elbing aus Kleindeinbach mit der Filmmusik „La Valse d´Amelie“.


Nach einer kulinarisch gut versorgten Pause kam eine starke Fraktion aus Eschach zum Auftritt: Lena Wurst, Annegret Mehlfeld und Katrin Schöffler mit popigen Themen. Claudius und Damaris Beitze aus Leinzell benötigten beide zur Verfügung stehenden Flügel mit einem Stück von J.S. Bach für 2 Klaviere. Maxim Matusko (Eschach) und Herrmann Ebert (Gmünd) zeigten sich sowohl vierhändig als auch solo am Flügel. Natasha und Christine Schnur aus Schwäb. Gmünd hatten jeweils ein Jongleur-Thema am Klavier ausgearbeitet. Annette Diegel (Gmünd) am Klavier und Debora Hilgendorff (Waldstetten) an der Querflöte brachten Auflockerung in das Klavierprogramm, Maria Sophie Breu aus Iggingen trug einen Chopin-Walzer vor und Elisabeth Honecker aus Gschwend 2 Preludes von Rachmaninoff. Danach lotete Arco Bast aus Hohenstadt die Möglichkeiten des Steinway-A-Flügels in puncto dynamische Steigerbarkeit und Schnelligkeit der Repetition aus mit „Asturias“ von Albéniz.


Nach einer zweiten Pause begann Thomas Stoll (Schw. Gmünd) mit einer vom Publikum sehr gut aufgenommenen Eigenkomposition. Melina Dolderer aus Gschwend und Bettina Hieber aus Waldmannshofen folgten jeweils mit Blues am Piano, Irina Mangold aus Ruppertshofen mit 2 lyrischen Stücken von Edvard Grieg.

Der Westen der Region war mit Franziska Nothdurft aus Alfdorf an der Querflöte und Majken Lehmann aus Welzheim vertreten, die wie auch Denise Schmitt aus Alfdorf sowohl romantische als auch moderne Stücke sehr stimmungsvoll darboten. Dazu war der ebenfalls auf der Bühne stehende Feurich-Konzertflügel mit seinem lyrischen Klang das passende Pendant.

Ein Klaviertrio mit Aischa Gündisch (Heidenheim) an der Violine, Carola Heyden (Aalen) am Cello und Friederike Sieber (Schwäbisch Gmünd) am Flügel erhielt für ihre schwungvolle und absolut sichere Darbietung anhaltenden Applaus – wie übrigens alle der jungen Künstler. Einen fulminanten Schlußpunkt setzten 4 junge Gmünder mit einem 8-händigen Galopp-Marsch von Albert Lavignac: Friederike und Friedemann Sieber, Gernot und Wolf Bernhard Reucher. Bei den kraftvollen Fortissimo-Stellen fürchtete mancher Zuhörer, der Steinway Flügel würde in die Knie gehen, als die 4 Pianisten bewiesen, dass ein Klavier ein sehr geselliges Instrument sein kann.


„Keinen Moment langweilig“ meinte ein Zuhörer nach vollen dreieinhalb Stunden Programm. Von vielen dieser jungen Künstler wird man sicher in Zukunft noch hören, und man darf hoffen, dass diese bei Klavier Wagner erstmalig angebotene Veranstaltung Fortsetzung findet.

(Remszeitung Schw. Gmünd)

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