|
Oft
werden Instrumente von privat oder von Händlern als "restauriert"
oder gar "generalüberholt" angeboten, an denen aber
nur einzelne der notwendigen Arbeiten durchgeführt sind.
Deshalb möchten wir hier für Sie, unsere Kunden, transparent
machen, welche Arbeiten durchgeführt wurden:
Reparatur
I (Piano):
Das
Spielwerk (Mechanik) wurde komplett überholt und das Klavier
wurde auf Normtonhöhe gestimmt:
Dabei wird das Instrument zerlegt und gereinigt, die Klaviaturstifte
(unter den Tasten) werden gereinigt und mit Gleitmittel behandelt
und die Klaviatur wird eingerichtet (nicht zuviel und nicht zuwenig
Tastenspiel). Die Tasten werden gereinigt und falls nötig poliert.
Die Pedalmechanik wird mit Gleitmittel behandelt und die Pedale
poliert.
In der Mechanik
werden alle Achsen überprüft und mit Gleitmittel behandelt
oder bei Bedarf erneuert (für jeden Ton bewegen sich im Spielwerk
mindestens 4 Achsen x 88 Töne = 352 Achsen)
Alle Befestigungsschrauben werden kontrolliert und nachgezogen (ähnliche
Anzahl).
Die Abhebestange der Dämpfung wird ausgebaut, poliert und mit
Gleitmittel behandelt. Die Dämpferfedern werden kontrolliert
und gefettet. Die Hammernußfedern und die Stoßzungenfedern
(je 88 Stück) werden kontrolliert und bei Bedarf ausgetauscht.
Die Regulation
der Mechanik wird kontrolliert und neu einreguliert:
Die Tasten werden auf gleichmäßige Höhe eingestellt,
die Spieltiefe der Tasten wird kontrolliert und eingestellt. Die
Pilotenhöhe, die Steighöhe, die Auslösung und das
Abfangen der Hämmer, sowie der Abhebezeitpunkt der Dämpfer
werden kontrolliert und neu einreguliert.
Die Funktion
der Dämpfung wird geprüft, die Dämpfer neu justiert
und bei Bedarf werden die Dämpferfilze komplett erneuert.
Der Resonanzboden
und die Saiten werden geprüft, die Stimmwirbel werden auf festen
Sitz überprüft und das Klavier wird (ggf. mehrmals) auf
Normtonhöhe gestimmt.
Die Hammerkopffilze
werden einzeln neu in Form gefeilt und wieder präzise auf die
Saiten eingerichtet.
Locker gewordene Hammerköpfe werden neu verleimt.
Zuletzt wird
durch Intonation der Hammerkopffilze der Klang in Bezug
auf Brillanz bzw. Wärme optimiert, um für alle Töne
des Instrumentes einen gleichmäßigen und ausgewogenen
Klangcharakter zu erreichen.
Reparatur
II (Flügel):
Das Spielwerk (Mechanik) wurde komplett
überholt und der Flügel wurde auf Normtonhöhe gestimmt:
Dabei wird das Instrument zerlegt und gereinigt, die Klaviaturstifte
(unter den Tasten) werden gereinigt und mit Gleitmittel behandelt
und die Klaviatur wird eingerichtet (nicht zuviel und nicht zuwenig
Tastenspiel). Die Tasten werden gereinigt und falls nötig poliert.
Die Pedalmechanik wird mit Gleitmittel behandelt und die Pedale
poliert.
In der Mechanik
werden alle Achsen überprüft und mit Gleitmittel behandelt
oder bei Bedarf erneuert (für jeden Ton bewegen sich beim Flügel
im Spielwerk 6 Achsen x 88 Töne = 528 Achsen)
Alle Befestigungsschrauben werden kontrolliert und nachgezogen (ca.
200 Schrauben).
Die Führungen der Dämpferabhebeleiste werden mit Gleitmittel
behandelt. Die Repetierfedern und die Hebeglied-Tragefedern (je
88 Stück) werden kontrolliert und bei Bedarf nachgestellt oder
ausgetauscht.
Die Hammerröllchen werden auf Abnutzung kontrolliert, gereinigt
und mit Gleitmittel behandelt bzw. erneuert.
Die Regulation
der Mechanik wird kontrolliert und neu einreguliert:
Die Tasten werden auf gleichmäßige Höhe eingestellt,
die Spieltiefe der Tasten, die Pilotenhöhe und die Ausrichtung
der Hebeglieder wird justiert. Die Steighöhe, die Auslösung
und das Abfangen der Hämmer, sowie der Abhebezeitpunkt der
Dämpfer werden kontrolliert und neu einreguliert.
Die Stoßzungen werden auf Höhe und Ausrichtung zum Röllchen
kontrolliert und justiert.
Die Funktion
der Dämpfung wird geprüft, die Dämpfer neu justiert
und bei Bedarf werden die Dämpferfilze komplett erneuert.
Der Resonanzboden
und die Saiten werden geprüft, die Stimmwirbel werden auf festen
Sitz überprüft und der Flügel wird (ggf. mehrmals)
auf Normtonhöhe gestimmt.
Die Hammerkopffilze
werden einzeln neu in Form gefeilt und wieder präzise auf die
Saiten eingerichtet.
Locker gewordene Hammerköpfe werden neu verleimt.
Zuletzt wird
durch Intonation der Hammerkopffilze der Klang in Bezug
auf Brillanz bzw. Wärme optimiert, um für alle Töne
des Instrumentes einen gleichmäßigen und ausgewogenen
Klangcharakter zu erreichen.
Reparatur
III:
Zusätzlich
zur Reparatur I bzw. II wurden alle Hämmer des Instrumentes
neu befilzt.
Reparatur
IV:
Zusätzlich
zur Reparatur I bzw. II wurden alle Dämpfer des Instrumentes
neu befilzt.
Reparatur
V:
Das
Instrument wurde komplett neu besaitet:
Dazu wird das Instrument zerlegt, abgesaitet, der Resonanzboden
wird getrocknet und evtl. Risse werden ausgespänt.
Die Stegstifte werden kontrolliert, falls notwendig werden die Stege
neu aufgedoppelt. Die Berippung des Resonanzbodens wird kontrolliert.
Der Resonanzboden wird schonend von Hand von Lack befreit (abgezogen),
geschliffen und neu lackiert.
Die Gußplatte wird abgenommen und evtl. bronziert, dann neu
aufgepasst, wobei die Stegüberhöhung neu justiert wird.
Neue Stimmwirbel werden eingepaßt (ca. 220 Stück) und
neue Saiten (mit neuem oder Original-Baßbezug) aufgezogen.
Danach wird das Instrument mehrfach auf Tonhöhe gestimmt.
Reparatur
VI:
Das
Instrument ist komplett neu lackiert:
Dazu wird das Gehäuse fachgerecht zerlegt, alte Lackschichten
werden schonend in Handarbeit entfernt. Das Holz wird, falls erforderlich,
farblich angepasst und eine neue Lackierung wird im Mehrschichtverfahren
aufgebracht (professionelle Spritzkabine).
Evtl. Beschädigungen werden fachgerecht behoben und Messingteile
(Scharniere, Schloß, Pedale...) werden poliert.
Die genannten
Arbeitsschritte sind keinesfalls vollständig, sondern sollen
einen groben Überblick der Arbeiten geben.
oben
©
2004-2006 by A.Wagner
Zuletzt aktualisiert: 01.03.2006
|